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Frankfurt, Frankreich
Ankunft in Paris sogleich.
Es zeigt sich recht bald jedoch,
die Herberge ist ein dreckig's Loch.

Man sieht es zwar, doch glaubt es kaum,
in der Dusche pappt fremder Seifenschaum.
Morgens bleibt es weiter arg,
petit dejeuner ist ziemlich karg.

Auf geht es in die Stadt,
per pedes; nicht per Rad.
Bin ich denn ein Wurm?
Hochauf ragt der Eiffelturm.

Und wenig später ich auch weiss,
hoch ist ebenso des Aufzugs Preis.
Rundum schweift der Blick,
die Kamera macht Klick.

Bin der Sprache nicht so Herr,
die Verständigung ist schwer.
Unter des Verkehres Wogen,
geht's zu des Triumphes Bogen.

Andern Tages um halb zwo,
bringt weiter mich ein TGV.
Nantes nennt sich der nächste Ort.
Regen! Schnell, nur von hier fort.

Mensch, was bin ich froh,
wieder Sonne in Bordeaux.
Kaum konnte ich's erwarten,
zu sehen einen Garten.

Abends in der gewohnten Weise,
geht's weiter auf der Bahnen Gleise.
Nach einer langen Nacht,
bin ich in Nizza aufgewacht.

Schon lacht mein Herz voll Wonne,
seh ich erneut nur pralle Sonne.
Hier bleib ich ohne Frage,
für fünf volle Sommertage.

Das Zimmer klein, doch sauber.
So bin ich gern Urlauber.
Supermarkt und Bäckerei
sind auch nahebei.

An dem tollen Badestrand
fehlt es nur an feinem Sand.
Mein Wetterglück ist echt,
reis' ich ab, wird's schlecht.

Mensch, ist hier der Bahnhof voll.
Barcelona ist schon toll.
Neue Freunde find recht schnell ich hier,
doch gehen wir nicht trinken ein profanes Bier.

Sangria heißt das Zauberwort,
getrunken an besondrem Ort.
Ist die Bodega noch so klein,
zu Dritt passen wir noch rein.

In Spanien bleibt’s weiter ohne Regen,
was animiert, sich an den Strand zu legen.
Die Dreierrunde ist recht heiter,
drum fahren wir zusammen weiter.

In Gibraltar gehen wir zu gaffen,
nach den vielen zahmen Affen.
Von dem hohen Berge da,
sieht man bis nach Afrika.

Nicht schwimmend, ach  i wo,
geht’s dann nach Marokko.
Nach kurzer Fahrt - nicht langer,
setzt ab die Fähre uns in Tanger.

Hier sind Fremdenführer zahlreich wie die Fliegen,
dank Sprachverstellung sind wir nicht zu kriegen.
“Röks rödenen in den Gehölzenen” ist das Motto.
Hier kennt keiner unseren Friesenkomiker, den Otto.

Karten verkauft ein alter Mann,
so gut er eben kann.
Gedacht hätt’ ich’s nie,
er ist ein Sprachgenie.

Spricht alles was man ihm aufschreibt,
der Sinn ihm jedoch verborgen bleibt.
“Du hast teure Karten” hat er gelesen
und gelacht, als wär nichts gewesen.

Jetzt zieht es uns nach Portugal.
Baden woll’n wir hier auf jeden Fall.
Nach vielen Stunden Strand
hatte ich nen Sonnenbrand.

Drei Tage Baden ist genug,
jetzt fahr’n wir wieder Zug.
Nach Stunden Fahrt denkt sich das Trio,
“Ja, sind wir denn in Rio?”

Kommt man von Süden in die Stadt,
ist man vor Staunen platt.
Es besteht kein Zweifel,
die Brücke ist von Eiffel.

Porto ist berühmt für seinen Wein,
hier will ich nochmal betrunken sein.
Probieren kann man in Kellereien vielleicht?
Nach elf Proberunden ist das Ziel erreicht.

Nun sei es drum,
vier Wochen sind fast um.
Von Porto nach Paris ich fahr,
womit ist ziemlich klar.

Fünf Frauen sind noch im Abteile,
doch keine redet gerne.
So ist die Langeweile
nicht in großer Ferne.

40 Stunden Fahrt bringt steife Glieder,
doch nun hat mich Frankfurt wieder.
Das Sitzen geht gleich weiter auf ‘nem Stuhle.
Montag morgen ist’s und Beginn der Schule.

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